Partikelgrenzflächenpotentiale, so auch das oszillierende Zeta-Strömungspotential, das im ZETA-check gemessen wird, stehen für das Maß elektrostatischer Abstoßung zwischen Partikeln. Das Potential wird durch ionische Endgruppen an Partikeln bzw. Makromolekülen erzeugt. Mit dem ZETA-check erhält man den aktuellen Ladungszustand von Dispersionen und makromolekularen Lösungen in Sekunden. Als Proben kommen Lösungen und Dispersionen ab 0,3 nm bis 100 µm Partikelgröße in Frage. Die typische Konzentration liegt zwischen 0,01 und 40 Vol%.

Methode

Das "Herz" des ZETA-check ist ein zylindrischer PTFE Messbecher mit einem oszillierenden Verdrängerkolben (Abb. 1). In den Messbecher werden 1 oder 5 - 10 mL Probe aufgegeben. Ein kleiner Anteil der darin enthaltenen Partikel wird an der Oberfläche der Zellwand immobilisiert. An diesen Teilchen wird durch die Auf- und Abbewegung des Kolbens die Ladungswolke der elektrischen Doppelschicht nach unten bzw. oben verschoben. Das Resultat steht an den beiden Elektroden als oszillierendes Zeta-Strömungspotential ZSP zur Verfügung. Es ist der in der gesamten Dispersion vorhandenen Partikelladungsmenge bzw. dem Zetapotential proportional. Eine Kalibrierung erfolgt über eine makromolekulare Lösung bekannter Ladungsmenge oder über eine Suspension bekannten Zetapotentials.

Es können einfache Zetapotentialmessungen oder Kinetiken durchgeführt werden. Bis zu 1000 Datensätze werden gespeichert und können später über einen PC abgefragt werden. Ein Datensatz besteht aus den Informationen: Datensatz-Nr., Datum, Uhrzeit, Messwert in mV. Bei Nichtabrufen wird laufend überschrieben. Die Ergebnisse können auch über einen optionalen Drucker direkt vom Gerät gedruckt werden.

Der ZETA-check ist platzsparend und leicht zu transportieren.

Mit dem großen Bruder Stabino® können zusätzliche Funktionen durchgeführt werden. Da Grenzflächen-potentiale generell auf die ionische Umgebung der Partikeln bzw. Makromoleküle reagieren, ist es sinnvoll, die Leitfähigkeit, den pH- Wert oder/und den Gehalt an ionischen Makromolekülen in der Probe zu registrieren. Sollte einmal eine Titration nach einem dieser Parameter erforderlich sein, lässt sich eine einfache Titration mit einer Pipette schnell durchführen. Für automatische Titrationsversuche empfehlen wir das dafür konzipierte Stabino Charge Mapping - Gerät. Der ZETA-check kann auf einfache Weise auf den Stabino® aufgerüstet werden.

Einfache Messung - Portabler Einsatz - ZETA-check